SFB/FK-427 Medien und kulturelle Kommunikation

Astrid Kusser, M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin


Teilprojekt B 8
Koloniale Repräsentation auf Bildpostkarten in Deutschland (1870-1930)
Einzelprojekt B 8.3
Gegenzeichnungen. Verfahren der Resemantisierung und Reinszenierung in Bildpostkarten


Wissenschaftlicher Werdegang

Studium Geschichte, Politische Wissenschaften und Journalistik an der Universität Hamburg. Fulbright Stipendium für die USA. Graduate Studies in American Studies an der George Washington University in Washington, D.C. 1999/2000.

Magister in Hamburg 2003 mit der Arbeit Fotografien von lynchings. Wirkungsweisen von Bildern rassistischer Gewalt in den Vereinigten Staaten.

Seit 2005 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am SFB Medien und kulturelle Kommunikation.

Dissertationsprojekt: Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900.


Arbeitsschwerpunkte

  • Kultur- und Sozialgeschichte des Black Atlantic
  • Deutsche Kolonialgeschichte
  • Nordamerikanische Geschichte
  • Visuelle Kultur
  • Rassismus und Migration

Ausstellung

Kuratorin der Ausstellung Bilder verkehren. Bildpostkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus (Hamburg 2004; Nürnberg 2007; Berlin 2008).


Publikationen

Sammelband

Unmenge. Wie verteilt sich Handlungsmacht? München 2008, hrsg. mit Ilka Becker und Michael Cuntz.

Aufsätze

Körper in Schieflage. Skizzen einer Genealogie von Tanzen und Arbeiten im Black Atlantic, in: Marianne Pieper/Thomas Atzert/Serhat Karakayali/Vassilis Tsianos (Hg.): Biopolitik – In der Debatte, Wiesbaden 2010 (beim Verlag).

Cakewalking the Anarchy of Empire, in: Volker Langbehn (Hg.): German Colonialism, Visual Culture and Modern Memory, New York u.a. 2010, S. 87-104.

Reversible Relationen. Körper- und Medienbewegungen in der "Welt als Ausstellung", in: Klaus Krüger/Leena Krasemann/Matthias Weiß (Hg.): Um/Ordnungen. Fotografische Menschenbilder zwischen Konstruktion und Destruktion, München 2010, S. 61-80.

Deutscher Karneval im Black Atlantic/ German Carnival in the Black Atlantic, in: Evelyn Anuß (Hg.): Stagings Made in Namibia, Berlin 2009, S. 246-254. (Rezension)

Cakewalking. Fluchtlinien des Schwarzen Atlantik um 1900, in: dies./Ilka Becker/Michael Cuntz (Hg.): Unmenge – Wie verteilt sich Handlungsmacht?, München 2008, S. 251-282.

[italienische Übersetzung: "Cakewalking". Linee di fuga del Black Atlantic attorno al 1900, in: Studi Culturali 5/I (2008), S. 3-30].

"Eigensinniges Material": Visuelle Präsentationen einer kolonialen Welt, in: Ulrich van der Heyden/Joachim Zeller (Hg.): Kolonialismus hierzulande. Eine Spurensuche, Erfurt 2008, S. 309-316.

Genealogien der Erinnerung. Die Ausstellung Bilder verkehren im Kontext der Gedenkjahre 2004/05, in: Steffie Hobuß/Ulrich Lölke (Hg.): Erinnern verhandeln. Kolonialismus im kollektiven Gedächtnis Afrikas und Europas, Münster 2007, S. 240-271, mit Susann Lewerenz. (Rezension)


Vorträge

Juni 2010: Der Cakewalk. Koloniales Tanzen zwischen Herrschaft und Aneignung, Vortrag auf dem medienwissenschaftlichen Workshop Farbige Bilderpolitik an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig.

November 2009: Kommentar auf dem Panel (Post-) Koloniale Migration – Mobilität – Performanz des Workshops Herrschaft und Repräsentation in Metropolen, Peripherien und Kolonien. Vom Sinn und Unsinn der Kategorie 'kolonial' an der Universität Leipzig, organisiert vom Arbeitskreis Geschichte.Postkolonial.

November 2008: Gesellschaft Melange. Kolonialismus und Migration auf Bildpostkarten um 1900, Vortrag beim Studientag Zwischen Konstruktion und Destruktion: Fotografische Ordnungen von Menschenbildern am Kunsthistorischen Institut der Freien Universität Berlin im Rahmen des Teilprojekts "Die Performativität fotografischer Menschenbilder. Strategien der Erfassung, Formung und Einverleibung" im Sonderforschungsbereichs Kulturen des Performativen.

Januar 2008: Koloniale Unordnung. Postkartensammlungen als Archive populärer Rassismen in den Konflikt- und Fluchtlinien des schwarzen Atlantik, 1890er-1920er Jahre, Vortrag beim Symposium Die Ambivalenz der Archive , Helmholtz Zentrum der Humboldt Universität in Zusammenarbeit mit dem Max Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte, Berlin.

April 2007: Bilder verkehren, Ausstellungspräsentation im Rahmen der Ausstellung Notes on Archives an der IG Bildende Kunst in Wien.

Dezember 2006: Dance is Labor for the Self. Exodus and Precarity in the Cultural Industry of the Black Atlantic around 1900, Vortrag bei der internationalen Konferenz Global Labor History and the Question of Freedom and Unfreedom am Wissenschaftszentrum Berlin.

Juli 2006: On Provincializing Europe, Vortrag bei der Konferenz Black European Studies in Transnational Perspective, FU Berlin.

Mai 2006: Bilder verkehren. Bildpostkarten im Spannungsfeld von Kolonisierung und Migration (1900 – 1930), Präsentation im Rahmen von Iconic Talk, einer Vortragsreihe am Graduiertenkolleg "Bild und Wissen", Eikones, Basel, mit Felix Axster.

Dezember 2005: Körper in Schieflage. Geschichten des Cakewalks in Europa, Vortrag auf der Tagung Unmengen. Szenen verteilter Handlungsmacht des SFB/FK 427: Medien und kulturelle Kommunikation an der Universität Bonn.

April 2005: Strategien der Sichtbarmachung – Bildpostkarten im deutschen Kolonialismus. Ein Ausstellungsprojekt, Vortrag auf dem Symposium zu Pierre Bourdieu an der Münchner Volkshochschule.

September 2004: Strategien der Sichtbarmachung - Taktiken der Aneignung. (Anti-) Koloniale Kämpfe auf Bildpostkarten, Vortrag auf der Konferenz „Violence – Terror – terreur“. Gewalt in der außereuropäischen Welt von der Frühen Neuzeit bis zum 21. Jahrhundert, Arbeitsbereich Außereuropäische Geschichte am Historischen Seminar der Universität Hamburg.

Mai 2004: Migration im kolonialen Kontext. Strategien der Sichtbarmachung und Taktiken der Aneignung auf Bildpostkarten der Kaiserzeit und der Weimarer Republik, Vortrag auf der internationalen Konferenz Koloniale und postkoloniale Konstruktionen von Afrika und Menschen afrikanischer Herkunft in der deutschen Alltagskultur in Königswinter/ Bonn.

Januar 2003: Die Bande der Zivilisation lösen. Zur Herstellung schwarzer und weißer Subjektpositionen in Performanzen rassistischer Gewalt, Vortrag in der Vorlesungsreihe Mehrheiten – Minderheiten am Historischen Seminar der Universität Hamburg.

Oktober 2002: Strategies of Displacement. Regulating and Appropriating the Visibility of Racist Violence in Images and Movies of Lynching, 1900-1940, Vortrag auf der internationalen Konferenz Lynching and Racial Violence in America: Histories and Legacies an der Emory University in Atlanta, USA.

Oktober 2001: Photographs of Lynching. History in Performance and the Politics of Representation, Vortrag auf der internationalen Konferenz Speaking History/ History Speaks. Theorizing Communication in History an der UC Irvine, USA.

Kontakt

E-Mail: astrid.kusser@gmx.net




Zuletzt geändert am 23. Mai 2011 um 18:17 Uhr - Kontakt - Login zum Bearbeiten