SFB/FK-427 Medien und kulturelle Kommunikation

Prof. Dr. Christraud Geary

Gastprofessur SS 2008

Im April und Mai 2008 ist Prof. Dr. Christraud Geary zu Gast am Kulturwissenschaftlichen Forschungskolleg. Im Rahmen ihres Aufenthalts finden folgende Veranstaltungen statt:


Von Subversion zur Konvention. Afrikaner vor und hinter der Kamera 1890-2000

Vorlesung

Donnerstag, 08.05.2008, 18:00 Uhr c.t.
Neuer Senatssaal der Universität zu Köln


Aneignung und Entzug. Bilddispositive in Afrika

Workshop

Freitag, 09.05.2008, 10:00-14:00 Uhr
Institut für Afrikanistik, Meister-Ekkehard-Str. 7


Missionsfotografie: ein spezieller/anderer/neuerer Blick?

Workshop

Dienstag, 20.05.2008, 10:00-16.00 Uhr
Konferenzraum des SFB/FK-427, Pohligstr.1, EG, Köln-Zollstock


Christraud Geary ist eine der herausragenden internationalen Expertinnen für afrikanische Anthropologie und Fotografie. Sie hat ausgedehnte Feldforschungen und Studienreisen in mehreren afrikanischen Staaten durchgeführt und zahlreiche Artikel und Bücher zu kolonialgeschichtlichen und -fotografischen Themen sowie zu künstlerischen Traditionen dieser Länder veröffentlicht. Die in Deutschland geborene Wissenschaftlerin hat in Mainz und Frankfurt Ethnologie und Afrikanische Sprachwissenschaft studiert. Sie promovierte 1973 mit einer Arbeit über West-Kamerun und siedelte 1979 in die Vereinigten Staaten über. Dort wurde sie Mitarbeiterin im Peabody Museum of Archaeology and Ethnology der Havard University in Cambridge. Nach Stationen in Münster und Washington setzte sie ihre universitäre Laufbahn an der Tufts University und am Wellesly College fort. Von 1988 bis 1990 arbeitete sie an einem Forschungsprojekt des African Studies Centre der Universität von Boston mit. Anschließend übernahm sie die Position einer Kuratorin für das Fotoarchiv afrikanischer Kunst der Smithsonian Institution, ehe sie 2003 an das Museum of Fine Arts in Boston wechselte. Prof. Geary organisierte an ihren Wirkungsstätten Ausstellungen und erhielt Ehrungen wissenschaftlicher Institutionen in den USA, Afrika und Europa. Ihre Arbeit ist geprägt von einem umfassenden Verständnis für die theoretischen Probleme und Eigentümlichkeiten, die sich bei der Nutzung visuellen Quellenmaterials im Spannungsfeld mehrerer Kulturen ergeben. Fragen nach den Spezifika und medialen Bedingungen von Produktion, Distribution und Sinngebung sind hierbei von zentraler Bedeutung. Zu den kürzlich vorgelegten Arbeiten Christraud Gearys gehören "In and out of focus: Images from Central Africa, 1885–1960", London 2002. Gemeinsam mit Stéphanie Xatart hat sie dieses Jahr den Band "Material Journeys: Collecting African and Oceanic art 1945–2000", Boston/MA 2007, herausgegeben.


Veranstaltungstyp: Gastprofessuren




Zuletzt geändert am 12. September 2008 um 15:11 Uhr - Kontakt - Login zum Bearbeiten